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	<title>Kay seine Seite &#187; Geschichten</title>
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	<description>Meine Dauerbaustelle im Web2.0. Ein kleiner Blog über Webdesign, das Internet und den ganzen Rest..</description>
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		<title>Linie 174 III</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 07:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin kein Fußballfan. Nie gewesen und wahrscheinlich werde ich es nicht sein. Eigentlich geht es mir sogar ziemlich auf die nerven. Also, in der Regel stört es mich nicht, die Fußballfans lassen mich in Frieden, also lass ich sie auch in Frieden. Das beiseite gelassen, wird man dieser Tage ja kaum in Ruhe gelassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin kein Fußballfan. Nie gewesen und wahrscheinlich werde ich es nicht sein. Eigentlich geht es mir sogar ziemlich auf die nerven. Also, in der Regel stört es mich nicht, die Fußballfans lassen mich in Frieden, also lass ich sie auch in Frieden. Das beiseite gelassen, wird man dieser Tage ja kaum in Ruhe gelassen damit, man Mittagessen reden die Leute darüber, in der Bahn laufen sie in Kriegsbemalung herum, sogar zu Hause in meinem Keller höre ich das Geknalle und Getröte wenn gerade mal wieder ein Spiel ist.</p>
<p>Für die einen ist es nur ein schöner Vorwand ein wenig übertriebenen Patriotismus zu zelebrieren ohne von allen schief angesehen zu werden, für die Fans und <a href="http://www.uiuiuiuiuiuiui.de/was-an-nationalstolz-noch-immer-inakzeptabel-ist">für die Medien sowieso</a>. Andere sind überzeugte Fußballfans, schon seit ihrer Kindheit indoktriniert. Das kam mir zumindest heute morgen im Bus so vor, als ich mithörte, wie sich eine übereifrige Mutter mit ihrem vielleicht 3 Jahre alten Mädchen unterhielt.</p>
<p>&#8220;Hast du gestern mit Papa Fußball geguckt?&#8221; fragt die Mutter das Kind, das gerade in einem Kinderbuch herumblättert. Es schüttelt mit dem Kopf. &#8220;Weißt du wer da gespielt hat?&#8221; fragt die Mutter strahlend weiter, das Mädchen schüttelt wieder den Kopf und blättert um.</p>
<p>&#8220;Deutschland hat gespielt.&#8221; erklärt die Mutter begeistert. &#8220;Wo wir wohnen..&#8221;, murmelt die Kleine, immer noch vertieft in das Buch.</p>
<p>&#8220;Genau. Gegen England. Deutschland gegen England.&#8221; Das Mädchen nickt desinteressiert und blättert um. &#8220;Weißt du auch wer gewonnen hat?&#8221; fragt die Mutter. &#8220;Ich&#8221;, sagt das Kind und überfliegt die großen bunte Bilder. Mir ist das Kind sympathisch, die Mutter, welche die Wahrheit in der Aussage allerdings wahrscheinlich nicht nachvollziehen kann, schnappt sich das Kinderbuch, lässt es in ihrer Handtasche verschwinden und erklärt ungerührt &#8220;Deutschland hat gewonnen. WIR haben gewonnen!&#8221;. Der Bus bleibt stehen, ich steige aus.</p>
<p>Ich will da jetzt gar nicht groß die Symbolik analysieren. Ich bin jedenfalls froh wenn der Trubel vorbei ist.</p>
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		<title>Linie 174 II</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 10:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie hatte einen grauen Mantel an, lange, dunkle Haare und benutzte Formulierungen wie Ja normaaal, digga. Sie hatte einen Freund, ein ziemliches Arschloch wohl, den Namen hab ich leider vergessen. Sie hat sich schon 3 mal von ihm getrennt, ist aber immer wieder mit ihm zusammengekommen, weil sie die Zuwendung braucht und nachts ungern allein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hatte einen grauen Mantel an, lange, dunkle Haare und benutzte Formulierungen wie <em>Ja normaaal, digga</em>. Sie hatte einen Freund, ein ziemliches Arschloch wohl, den Namen hab ich leider vergessen. Sie hat sich schon 3 mal von ihm getrennt, ist aber immer wieder mit ihm zusammengekommen, weil sie die Zuwendung braucht und nachts ungern allein schläft.</p>
<p>Vor ein paar Tagen hatte sie ein Bewerbungsgespräch und ist ganz guter Dinge. Sie wüsste wirklich gern, wie die anderen die mit ihr da waren abgeschnitten haben, besonders der Russe, der die ganze Zeit so arrogant behauptet hat, dass er den Job schon quasi sicher hat. Gegen sie hatte er natürlich keine Chance, sie hat ihre eigenen Vorzüge. Der Russe erinnerte sie ein Bisschen an Svetlana. Svetlana war wirklich ziemlich abstoßend hässlich und war dabei noch älter als ihre beste Freundin und die war schon 19. </p>
<p>Sie selbst war erst 17 aber in ein paar Tagen würde sie 18, an einem Montag. Das Wochenende darauf würde Sie dann mit ihrer Familie auf dem Kiez feiern.</p>
<p>Die nächsten Tage würde sie wohl mal zu Budni fahren. Sie hatte nämlich einen Gutschein, und ihre Familie hat sich auch schon gemeldet mit Sachen die sie mitbringen soll. Ein Bisschen ging ihr das gegen den Strich, war ja schließlich ihr Gutschein.</p>
<p>Ich habe kein Wort gesagt und einfach nur zugehört. </p>
<p>Was ist die Moral der Geschichte? Ach naja. Es gibt natürlich keine. Außer vielleicht, dass die Leute viel zu viel über Google schimpfen, wo doch Leute tagtäglich ihr ganzes Leben im Bus am Handy vor allen Leuten ausbreiten. Natürlich kann sie das ja nicht wissen, dass der unscheinbare Kerl neben ihr das alles in Gedanken mitschreibt&#8230;</p>
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		<title>Linie 8112</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 19:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich stehe an der Bushaltestelle, es ist dunkel, es ist kalt. Nass. Es regnet. Welche Musik hört man dazu am besten, um die Stimmung angemessen zu untermalen? Ich weiß es nicht. Ich hab einfach alles auf shuffle und möchte das iPhone nicht hervorholen. Ein Bus kommt. Nicht der mit dem ich sonst gefahren bin, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe an der Bushaltestelle, es ist dunkel, es ist kalt. Nass. Es regnet. Welche Musik hört man dazu am besten, um die Stimmung angemessen zu untermalen? Ich weiß es nicht. Ich hab einfach alles auf shuffle und möchte das iPhone nicht hervorholen. Ein Bus kommt. Nicht der mit dem ich sonst gefahren bin, aber ein Blick auf den Fahrplan sagt, dass ich den scheinbar auch nehmen kann. Ich steige ein.</p>
<p>Vorn ist alles voll, ich setz mich recht weit hinten ans Fenster und sehe hinaus. Eine ältere Dame setzt sich dazu. Ich bin immer der Ansicht, dass man in Bussen nicht einfach fremde Leute anspricht. Das ist wie in Fahrstühlen. Man kann vielleicht fragen, ob man mal bitte durch kann, oder man kann sich bedanken, wenn einem was runtergefallen ist und es jemand für einen aufhebt, aber das sollte es dann auch sein. Ich sehe nachdenklich aus dem Fenster und überleg mir wie ich meine wirren Gedanken wieder in Ordnung bringe. </p>
<p>Der Bus fährt los. Die alte Dame spricht plötzlich auf mich ein und deutet auf ihre Uhr. Ich nehme verstört meinen rechten Kopfhörer aus dem Ohr. Sie deutet wieder auf die Uhr.<br />
&#8220;Der Bus soll doch erst 18:01 abfahren?&#8221; wiederholt sie leicht verwirrt. Auf ihrer Uhr ist es 17:54. Ich hol meine Digitalarmbanduhr hervor und deute darauf. 18:02. Problem gelöst. &#8220;Oh. Dann ist geht meine Uhr wohl etwas hinterher.&#8221; sagt die alte Dame fröhlich. Ich nicke und seh wieder aus dem Fenster. Wenn man recht weit hinten im Bus mit Kopfhörern im Ohr nachdenklich aus dem Fenster sieht, sollte das eigentlich ein ziemlich klares Zeichen sein, dass man keine Lust hat mit irgendjemandem zu reden, oder? Do me a favour von den Arctic Monkeys tönt aus meinem Linken Ohrhörer. Ich warte einen Moment und als sie nur ihre Armbanduhr betrachtet will ich den rechten Ohrhörer wieder ins Ohr stecken.<br />
&#8220;Das ist so eine zum Aufziehen.&#8221; sagt sie plötzlich. &#8220;Hübsch, aber nicht so genau.&#8221; Ich nicke nur höflich und sehe weiter aus dem Fenster. &#8220;Ist der Technik wohl etwas hinterher&#8221;. Sie kichert. Ich stecke meine Ohrhörer wieder ins Ohr. &#8220;&#8230;do me a favour and stop asking questions&#8230;&#8221; heißt es da gerade. Ich lächle leicht. Unglücklicherweise hat die Frau den Text nicht gehört. Sie labert mich schon wieder voll. Ich schließe kurz die Augen, lege all meine Konzentration darauf nicht genervt zu gucken und nehm einen Ohrhörer aus dem Ohr. </p>
<p>&#8220;Ist diese Buslinie besser für Sie?&#8221; fragt die Dame. Ich überleg kurz ob ich wieder mit einem Nicken davon komme. &#8220;Ich fahr heut zum ersten mal mit der&#8221; sag ich schließlich. Ich will doch einfach nur meine Ruhe. &#8220;Ja, die Linie ist auch ganz neu&#8221;. Dann erklärt sie, welche Umwege sie früher immer nehmen musste, mit drei mal umsteigen. &#8220;Das macht man in meinem Alter nicht mehr so gerne mit.&#8221; Ich nicke nur und versuchs nochmal mit aus dem Fenster schauen. Sie fährt unbeirrt fort. &#8220;Ist es für Sie auch kürzer?&#8221; &#8220;Macht keinen Unterschied&#8221;, verneine ich. &#8220;Ich hoffe die stellen die Linie nicht wieder ein&#8221; überlegt die Frau laut. Ich sag nix. Vielleicht merkt sie es ja? &#8220;Das ist sonst so umständlich, da wo ich wohne wegzukommen&#8221; Sie wird schon irgendwann aufhören zu reden. &#8220;Wenn ich da einsteige bin ich immer die einzige&#8221; &#8220;Naja, fahren ja jetzt scheinbar genug Leute mit.&#8221; erbarme ich mich. Das stellt sie scheinbar zufrieden und sie diskutiert noch eine Weile mit sich selbst und merkt gar nicht wie ich meinen Ohrhörer wieder ins Ohr schiebe. </p>
<p>Als ich aussteige denk ich kurz darüber nach ob ich ein schlechter Mensch bin, dann drückt die Kälte und der Regen und die Dunkelheit meine Gedanken wieder in andere Richtungen. </p>
<p><em>Was sagte der Prophet von dem wir so viel lernten? &#8220;Wer Rasen sät wird Mäher ernten&#8221;</em></p>
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		<title>NAK Sommerfest</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Aug 2008 06:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<description><![CDATA[23:10 Uhr Die Bahn fährt ab. Eigentlich hatte ich mir Sommerfest anders vorgestellt. Nicht besser. Im Gegenteil. Ich sitze in der Bahn. In einem Abteil, scheinbar ganz für mich allein. Jap. Ganz allein. Oh. Da hustet noch wer. Fast ganz allein. Ich erinnere mich nicht an alles&#8230; Ich erinnere mich noch zum Bahnhof gewankt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>23:10 Uhr<br />
Die Bahn fährt ab. Eigentlich hatte ich mir Sommerfest anders vorgestellt. Nicht besser. Im Gegenteil. Ich sitze in der Bahn. In einem Abteil, scheinbar ganz für mich allein. Jap. Ganz allein. Oh. Da hustet noch wer. Fast ganz allein. Ich erinnere mich nicht an alles&#8230; </p>
<p>Ich erinnere mich noch zum Bahnhof gewankt zu sein. Die dunkle Kapuze tief ins Gesicht gezogen, ich weiß nicht mehr warum. Am Bahnhof waren dies Mädchen. Während ich unkoordiniert im Kreis herum lief, redet sie ununterbrochen, ein kontinuierliches, anstrengendes Hintergrundrauschen. Mein Handy brummt. Eine SMS von Yvonne. Sie ist wohl gerade an der Tür. Ich will ihr schreiben, dass ich schon wieder weg bin. Es ist ja auch schon elf. Irgendjemand auf einem anderen Gleis rülpst laut, ich dreh mich schlagartig um, ich weiß nicht mehr warum, alles lacht. Sie versuchen es erneut, ich belohne sie nicht erneut mit Reaktion. </p>
<p>Der Weg zum Bahnhof war unspektakulär. Während ich mich vom Nordakademie Gelände schlich, kam mir irgendwer entgegen und bekam einen riesen Schreck. Sie hat mich wohl zu spät bemerkt. Kann ja nicht jeder in grellem Grün gekleidet sein. Naja. Ah. Davor. Ich weiß nicht mehr. Ich bin nach draußen gegangen, irgendwer sagte mir noch &#8220;Was, willst du schon weg? Das fängt grad erst an. Komm doch in einer Stunde noch mal.&#8221; &#8220;Ok, bis in einer Stunde&#8221; antworte ich und überlege ob das als Lüge zählt und dann, ob mich das stören würde.</p>
<p>Von der Party weiß ich nicht mehr viel. Kann also nicht so gut gewesen sein. Oder gerade? Irgendwann hab ich Yvonne eine SMS geschrieben wann sie noch kommt, glaub ich. Ah, irgendwer hat mir ein Bier in die Hand gedrückt. Aber ich meine auch dafür bezahlt zu haben, vielleicht ist das also nicht so spektakulär. Ich weiß nicht mehr. Ich weiß noch davor bin ich ein wenig in der Gegend rumgeirrt und davor gab es ein Trinkspiel im Zenturienraum. Ah richtig. Das liefert im Nachhinein den Grund? Nein, ähm. Ich weiß auch noch, dass dann noch jemand Hilfe gesucht hat, um den Kühlschrank wegzutragen und dass man mich nicht nicht helfen lassen wollte da ich zu betrunken war. Eigenartig. Ich hab versucht mich zusammenzureißen und für einen Moment vernünftig zu sein. Hat wohl keiner bemerkt. Ich weiß noch davor&#8230; davor.. war ich irgendwie draußen. </p>
<p>Ein Stand mit Wirtschaftsingenieuren hatte den Regen überdauert. Ich war zuvor irgendwelchen BWLern hinterhergelaufen und hatte mich dann von ihnen getrennt. &#8220;Wo geht ihr eigentlich hin&#8221; hatte ich gefragt. &#8220;Na zu der WG Party.&#8221; bekam ich als Antwort. &#8220;Welche WG Party?&#8221; &#8220;Du hast doch gesagt, du wärst da gewesen und es wäre oke?!&#8221; &#8220;Das war willkürlich weil ich die Frage nicht verstanden hatte&#8230;&#8221; Manchmal sollte man wohl einfach die Klappe halten. So trennten sich unsere Wege. Nun. Jedenfalls bin ich dann an dem Stand mit WIngs gelandet. &#8220;Wo gehörst du denn zu?&#8221; fragten die. &#8220;I07a&#8221; sagte ich. &#8220;Informatiker? Naja gut. Macht ja nix. Wenigstens kein BWLer&#8221; &#8220;Ja, solange man IRGENDWAS kann&#8221; geb ich fröhlich zurück und stoß auf spontane Gegenliebe, die in einem freien Cola Mixgetränk gipfelt. Dann hab ich ein paar Gesichter aus meiner Zenturie gesehen, die mir noch nicht ganz entfallen waren. </p>
<p>Das Sommerfest am Nachmittag&#8230; hach, es endete eigentlich mit der Tombola Verlosung meiner Zenturie. Ich weiß noch, kurz vorher wurde versucht die letzten Lose vergünstigt unter die Leute zu bringen und ich hab 10 Lose für 2€ erworben. Das Ergebnis waren 5 Sofortgewinne. 2 Bier und 3 Berenzen. Letztere hab ich direkt hintereinander zu mir genommen, was mir im nachhinein ganz witzig bekommen ist. Von dem Bier hab ich dann nur noch eins genommen. Irgendwie war ich ja auch schon nicht mehr ganz nüchtern. Irgendwann hat es angefangen zu regnen. Und ich hab mich zu einem Würstchenstand gerettet, weil unser Pavillon nicht ganz dicht war. Das war der Würstchpavillon auch nicht, aber da gabs Würstchen. Oh, irgendwann nach dem Abbauen hab ich mich noch auf einen viel zu nassen Stuhl gesetzt und lange um meine nasse Hose gejammert. Aber daran erinnere ich mich nur teilweise und das ist alles was ich dazu zu sagen habe.</p>
<p>Das Sommerfest war ganz lustig. Höhepunkt war wohl das Tauziehen, nicht zuletzt weil es mit der Zeit recht schlammig wurde und die beteiligten hinterher allesamt recht eingesaut waren. Ich hab natürlich nicht dazu gehört ;) &#8220;Körperliche Arbeit is ja eigentlich nich so mein Ding.&#8221; hör ich mich sagen. &#8220;Ach, ich dachte Arbeit allgemein&#8221; antwortet irgendwer. </p>
<p>Ansonsten&#8230; naja, jede Zenturie hatte einen Stand aufgebaut und bot irgendwelche Sachen an. Bier vom Fass, &#8220;<a href="http://gallery.me.com/kay.butter#100072/IMG_0051&#038;bgcolor=black">Bier angeln</a>&#8220;, Grillen&#8230; bei der Beach Bar gab es Cocktails. Irgendwann haben wir angefangen Bitch Bar dazu zu sagen. Ich weiß auch nicht mehr warum&#8230; Später hab ich rausgefunden, dass die Bowle von einem anderen Stand, dessen Name ich vergessen habe, die günstigere Alternative war, weil da bestimmt genausoviel Alkohol drin war, das ganze aber viel billiger war. Nach dem Tauziehen bestand die aber fast nur noch aus Sekt und dann mochte ich die nicht mehr. Es gab auch Muffins für einen guten Zweck. Leider hieß das nicht, dass die Muffins, sondern die Einnamen gespendet wurden und so musste ich 50ct für einen Muffin bezahlen. Die haben mich dann böse angeguckt als ich die eine spaßeshalber gefragt hab, ob es die auch ohne guten Zweck gibt, wenn ich 10ct mehr bezahle. Der Muffin war dann aber ganz gut, mit irgendeine Schokokremzeugs drin. Nun gut. </p>
<p>An mehr erinnere ich mich grad nicht, aber ich hab noch Bilder gemacht. Die lad ich bei Gelegenheit mal hoch.</p>
<p>[Update] Die Bilder sind <a href="http://gallery.me.com/kay.butter#100072&#038;bgcolor=black&#038;view=grid">hier</a> zu finden.</p>
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		<title>Bastard Navi from Hell</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 17:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Navi]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit heute hab ich offiziell Urlaub. Nimmt man das Wochenende hinzu war Samstag der erste Tag, aber dann wiederum musste ich Samstag noch was erledigen, bevor mein Urlaub beginnen konnte, nämlich meinen Bruder loswerden. Der verbringt die nächsten 2 Wochen in einem Jugendcamp an der Ostsee und ich hab ihn am Samstag Nachmittag da hingebracht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit heute hab ich offiziell Urlaub. Nimmt man das Wochenende hinzu war Samstag der erste Tag, aber dann wiederum musste ich Samstag noch was erledigen, bevor mein Urlaub beginnen konnte, nämlich meinen Bruder loswerden. Der verbringt die nächsten 2 Wochen in einem Jugendcamp an der Ostsee und ich hab ihn am Samstag Nachmittag da hingebracht. Und weil ich natürlich Freitag ein wenig getrunken habe, und ich mich Samstag nicht vorbereiten wollte, dacht ich mir ich verlass mich voll und ganz auf das Navigationsgerät, dass mir meine Eltern da gelassen haben. Ein Fehler, wie sich herausgestellt hat.</p>
<p>Ich hab die Bosheit des Geräts natürlich nicht sofort erkannt, erst hab ich mich von dem hinterhältigen Ding irgendwo an einen entlegenen Ort in der Wildnis führen lassen, bevor ich darauf aufmerksam wurde, dass es mich konsequent von jeglichen Autobahnen fern hielt und jeden Umweg nahm, den es auch nur nehmen konnte, ohne tatsächlich (durchgehend) in die entgegengesetzte Richtung zu fahren. Ein paar mal, hab ich versucht die Vorschläge des Geräts nicht zu befolgen und ein paar mal, hat es tatsächlich ein wenig abgekürzt. In anderen Fällen hat es mich dann auf Umwegen im Kreis zurück zur Ursprünglichen Strecke geführt. Wenn ich der Autbahn zu nahe kam, hat es Angefangne Haken zu schlagen und die Karte zu drehen, bis ich die Orientierung verloren hab. Klar, ich bin nicht gut im Navigieren selbst, wenn die Karte sich nicht ständig dreht. Nach 3 Stunden war ich schließlich da. </p>
<p>Meinen Bruder abgeliefert. Kurz auf den Deich hoch. Ein Blick aufs Meer. Nochmal tief einatmen, einen Hauch von Urlaub. Und wieder zum Auto. Es war schon halb 6 und Abends hatte ich noch was vor. Vorsichtig das Navigationsgerät angeschaltet. Zielort eingegeben. Erwartete Ankunft: 19:55. Das kanns ja wohl nicht sein. Ich lass das Gerät an und fahr los. Direkt auf die Autobahn zu. Das Gerät wert sich, es versucht mich wieder wegzuziehen, ich fahr auf die Autobahn. &#8220;Nach 2,8 Kilometer rechts abfahren.&#8221;. Das (oder ähnliches) hab ich während der Fahrt noch öfter gehört. Nämlich bei jeder Abfahrt. Interessanterweise hat das Gerät die Ankunftszeit mit jeder ignorierten Anweisung nach unten korrigiert. Ein Großteil der Zeit regnete es in Strömen, so dass man keine 100m weit sehen konnte. </p>
<p>Nach etwas mehr als einer Stunde war ich zu Hause. 18:46. Na toll. Noch Zeit kurz zu Duschen und mir ne Packung Kekse für den Bus zu suchen. Essen gabs irgendwie schon seit der Schüssel Müsli zum Frühstück nicht mehr. Ein interessanter Auftakt für den Urlaub. Ach ja, ich hab natürlich das Gerät einige male geprüft. Es war sowohl eingestellt auch Autobahnen zu erlauben, als auch den schnellsten Weg zu nehmen. Das Gerät ist einfach böse.</p>
<p>Seit dem will noch keine rechte Urlaubsstimmung aufkommen. Ich fühl mich nicht so richtig fit und mein iPhone ist immernoch nicht abgeholt worden, obwohl das schon am Samstag geholt werden sollte. </p>
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		<title>Ich gebs ja zu&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 20:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagskram]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Jacke]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; shoppen gehen mit mir ist wohl nicht ganz einfach. Hintergrund: Wir waren heute nach einer Sonnenbrille für mich gucken. &#8220;Hier, probier die mal auf.&#8221; &#8220;Ne, die ist hässlich.&#8221; &#8220;Doch die steht dir total.&#8221; &#8220;Die ist viel zu groß.&#8221; &#8220;Das ist jetzt eben so Trend.&#8221; &#8220;Weißt du, Trend und ich&#8230; das ist so ne Sache..&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; shoppen gehen mit mir ist wohl nicht ganz einfach. Hintergrund: Wir waren heute nach einer Sonnenbrille für mich gucken. </p>
<blockquote><p>
&#8220;Hier, probier die mal auf.&#8221;<br />
&#8220;Ne, die ist hässlich.&#8221;<br />
&#8220;Doch die steht dir total.&#8221;<br />
&#8220;Die ist viel zu groß.&#8221;<br />
&#8220;Das ist jetzt eben so Trend.&#8221;<br />
&#8220;Weißt du, Trend und ich&#8230; das ist so ne Sache..&#8221;<br />
&#8220;Hier nimm die mal.&#8221;<br />
&#8220;Die sehen alle gleich aus.&#8221;<br />
&#8220;Los nimm. Die ist gut.&#8221;<br />
&#8220;Die ist doof.&#8221;<br />
&#8220;Die Auswahl ist hier auch so klein. Wir können ja unten mal bei den Frauen gucken, das merkt eh keiner.&#8221;</p>
<p>-seufzt und geht mit zu den Frauensonnenbrillen-</p>
<p>&#8220;Hässlich. Hässlich. Hässlich. Hässlich&#8230;&#8221; -ich geh die Reihe durch-<br />
&#8220;Dooch die ist gut.&#8221;<br />
&#8220;Die ist hässlich.&#8221;<br />
&#8220;Das ist eben grad Trend&#8221;<br />
&#8220;Lass uns mal fragen gehen, &#8216;Entschuldigung? Haben Sie hier auch Brillen ohne Trend?&#8217;&#8221;<br />
Laura ärgert sich. &#8220;Och mann Kaylie, nie klappt das. Genau wie bei der Jacke.&#8221;<br />
&#8220;Das ist ja nicht meine Schuld, wenn die hier nur hässliche Sonnenbrillen haben. Wir können ja ein Geschäft aufmachen und Sonnenbrillen verkaufen. &#8216;Garantiert ohne Trend!&#8217;&#8221;
</p></blockquote>
<p>Naja. Ich hab immernoch keine Sonnenbrille. Nur weil ich nicht wie ne Stubenfliege aussehen will&#8230; tzz.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Fisch</title>
		<link>http://www.kayseins.de/2007/12/der-fisch/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 16:14:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Natürlich weiß ich wo Fische leben, im Wasser, und dass sie eben deswegen nur was es dort gibt auch essen mögen, und das anderen Sachen ganz klar vorzögen. Ein Fisch namens Paul zumindest mag lieber Croissants, denkt den ganzen Tag an überhaupt nichts anderes mehr. Beim Gedanken an Würmer würgt es ihn sehr. Das Problem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich weiß ich wo Fische leben,<br />
im Wasser, und dass sie eben deswegen<br />
nur was es dort gibt auch essen mögen,<br />
und das anderen Sachen ganz klar vorzögen.<br />
Ein Fisch namens Paul zumindest mag<br />
lieber Croissants, denkt den ganzen Tag<br />
an überhaupt nichts anderes mehr.<br />
Beim Gedanken an Würmer würgt es ihn sehr. </p>
<p>Das Problem am Fisch-sein, das muss man verstehen,<br />
die können nicht einfach zum Bäcker gehen,<br />
denn kein Fisch kann gehen und Luft atmen auch<br />
nicht und wenn er dann japsend auf dem Bauch<br />
liegt und den Bäcker nach Halbmondgebäck fragt,<br />
versteht der eh nicht was Paule da sagt.<br />
Und klappt auch das gehen, das atmen das fragen,<br />
womit soll er das dann nach Hause tragen?</p>
<p>Zu kurz die Flossen, zu groß das Gewicht,<br />
ne Paul, und ohne Zähne im Gesicht<br />
kannst du nicht mal abbeißen, warum sparst du dir<br />
nicht den stress und isst weiter Wassergetier<br />
oder Würmer und so, was halt jeder Fisch mag,<br />
Schwimm spazieren, mach blasen und bitte beklag<br />
dich nicht immer über unerreichbare Sachen.<br />
Komm Paul, Croissants, ne, das kannst du nicht machen. </p>
<p>Aber Paul ists egal, er hört einfach weg,<br />
er kann nix dafür, denn gehts ums Gebäck,<br />
dann schaltet er ab, er kann nicht mehr ohne,<br />
und legt auf dieses monotone<br />
Fisch sein mit blasen und schwimmen im Dreck<br />
eh nicht so viel Wert. Er will lieber weg<br />
und Croissants holen, auch wenn es ihn sein Leben<br />
kostet, was solls, so ist das dann eben.</p>
<p>Nochmal tief einatmen, Anlauf genomen,<br />
in Richtung Ufer los geschwommen,<br />
mit Schwung geflogen, gefallen triffts mehr,<br />
auf der Straße am Ufer gelandet. So sehr<br />
weitgekommen wie geplant ist er nicht<br />
und ein Bäcker ist auch nicht in Sicht.<br />
Tja Paul und jetzt? Das war wohl nicht so hell.<br />
Los zurück ins Wasser und zwar besser schnell.</p>
<p>Paul zappelt und zappelt, versucht sich zu drehen<br />
doch da am Strassenrand hat er etwas gesehen,<br />
sieht aus wie ein Brötchen. Ob er das schafft?<br />
Er schlägt mit den Flossen springt mit letzter Kraft,<br />
fast ist er da. Es fehlt nicht mehr viel,<br />
der Atem geht aus, doch gleich ist er am Ziel,<br />
er weiß genau wo es ist, auch wenn er es nicht<br />
mehr sieht. Die Atemnot nimmt ihm die Sicht.</p>
<p>Geich hat er es. Gleich ist es vorbei.<br />
Da kommt ein Auto, fährt Paule zu Brei.<br />
&#8220;Was war denn das?&#8221; wundert sich sein Rest.<br />
Er kann nicht mehr hüpfen, er klebt irgendwie fest.<br />
Jetzt sieht ers, ein Fischbrötchen, auf die Strasse gefallen.<br />
Es ist kein Croissant, das da liegt und vor allem<br />
ist es längst hart und innen verdorben<br />
und es stinkt nach Fisch. Dann ist Paul gestorben.</p>
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		<title>Linie 20</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 07:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Mädchen steigt ein, vielleicht 18, will sich ein Ticket kaufen. Holt einen Schein aus der Tasche. Der Busfahrer sieht sie skeptisch an und schüttelt den Kopf. Verzweifelt durchwühlt sie ihre Tasche. Holt eine Karte raus. Der Fahrer nimmt sie. Ist aber keine Geldkarte, fragt er. EC, sagt sie. Damit kann ich nix anfangen. Kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mädchen steigt ein, vielleicht 18, will sich ein Ticket kaufen. Holt einen Schein aus der Tasche. Der Busfahrer sieht sie skeptisch an und schüttelt den Kopf. Verzweifelt durchwühlt sie ihre Tasche. Holt eine Karte raus. Der Fahrer nimmt sie. Ist aber keine Geldkarte, fragt er. EC, sagt sie. Damit kann ich nix anfangen. Kann jemand 20 Euro wechseln? Tönt es durch die Lautsprecher im Bus. Niemand regt sich. Der Busfahrer zuckt die Schultern. Ich steh auf wechsel ihr die 20 Euro, der Busfahrer reißt ein Ticket ab und drückt es ihr in die Hand. Danke, sagt sie leise ohne mich anzusehen, geht an mir vorbei und verschwindet im hinteren Ende des Busses. Ich setz mich wieder hin. Der Bus fährt ab. Irgendeine Moral? Hmm.</p>
<p>Ein neuer Tag. Hab mich erstmal mit Schokolade eingedeckt. Wollte eigentlich gestern Abend noch richtig was schaffen, an der Seite und für Foodloos. Aber naja. Wenn ich um 22 Uhr noch nicht angefangen hab wird das auch meistens nichts mehr. Also bin ich schlafen gegangen, was nicht so gut geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt hab, aber jetzt bin ich wieder auf Arbeit und heute Abend klappts besser. Glaub ich.</p>
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		<title>Linie 174</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Oct 2007 19:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Komm also heute von meinem ersten Arbeitstag, sitz gerade im Bus, da setzt sich ein älterer Mann neben mich. Whiskey Flasche in der Hand und eine Fahne wie&#8230; ein betrunkener alter Mann. Gut. Ich sag nichts. Das bringt es halt mit sich, wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Klar, ich bin mir nicht sicher, dass der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Komm also heute von meinem ersten Arbeitstag, sitz gerade im Bus, da setzt sich ein älterer Mann neben mich. Whiskey Flasche in der Hand und eine Fahne wie&#8230; ein betrunkener alter Mann. Gut. Ich sag nichts. Das bringt es halt mit sich, wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Klar, ich bin mir nicht sicher, dass der Mann bezahlt hat, er sieht zumindest nicht so aus, als würde er für etwas anderes als Alkohol Geld ausgeben. </p>
<p>Nimmt er also einen Schluck und bietet mir seine Flasche ein. Ich schüttel nur mit dem Kopf. Er bietet mir die Flasche wieder an. Ich schüttel weiter mit dem Kopf, ohne ihn anzusehen. &#8220;Du magst nicht?&#8221; nuschelt er, leise, man versteht kaum was er sagt. Ich nicke nur. &#8220;Du magst nicht.&#8221; sagt er weiter. Fast flüsternd. &#8220;Musst du ja auch nicht.&#8221; &#8220;Genau&#8221;, sage ich so freundlich ich kann. Er grinst mich an. Ich seh aus dem Fenster. &#8220;Und wie heißt du?&#8221; fragt er. &#8220;Kay&#8221; sag ich. &#8220;Karl?&#8221; fragt er. &#8220;Ja&#8221; sag ich. Er nickt verständnisvoll. &#8220;Ich bin &#8230;&#8221; (hab den Namen vergessen) sagt er. &#8220;Aus Marseille&#8221;. Ich nicke nur. War mir nicht ganz klar, warum er mich einfach so anspricht. Ich meine. Sowas macht man doch nicht. Nicht im Bus. Nicht in der Bahn. Und nicht in Fahrstühlen. Da spricht man fremde Leute nicht an. Ist euch das mal aufgefallen? Als ich heute durch die Firma geführt worden bin, hat man mich darauf aufmerksam gemacht, dass egal wie vertieft man gerade in ein Gespräch ist, sofort Stille herrscht, wenn man den Aufzug betritt.</p>
<p>&#8220;Hast du Kinder?&#8221; nuschelt der Mann. Ich schüttel verwirrt mit dem Kopf. &#8220;Keine Kinder?&#8221; fragt er. Ich schüttel den Kopf. &#8220;Ach so.&#8221; flüstert er und nimmt einen Schluck aus seiner Flasche. &#8220;Und wo kommst du her?&#8221; fragt er nach kurzer Pause weiter. &#8220;Von Arbeit.&#8221; sag ich, Unwillens weiter auf seine Frag einzugehen. &#8220;Was machst du denn?&#8221; &#8220;Weiß noch nicht, war mein erster Tag, heute.&#8221; sag ich, was grob der Wahrheit entspricht. Er nuschelt irgendetwas, das ich nicht verstehen kann. Ich frag nicht nach. &#8220;Du musst Kinder machen.&#8221; sagt er auf einmal. &#8220;Du musst dir eine Frau suchen und Kinder machen.&#8221; &#8220;Ach so.&#8221; sag ich und tu überrascht. &#8220;Ja&#8221; sagt er und grinst mich an. Er nuschelt wieder irgendetwas. Ich seh aus dem Fenster. &#8220;Oder bist du schwul&#8230;&#8221; &#8220;Nein.&#8221; sag ich. &#8220;Gibt es ja.&#8221; sagt er. &#8220;Nein&#8221; sag ich. &#8220;Es gibt viele Schwule in Deutschland.&#8221; &#8220;Ich bin nicht schwul.&#8221; sag ich geduldig. &#8220;Ich kannte mal einen Schwulen, der war 90.&#8221; nuschelt er in seine Flache, dass man es kaum versteht. &#8220;90 Jahre schwul.&#8221; Er sieht mich an, kann aber seinen Blick kaum fixieren. Ich sehe aus dem Fenster. &#8220;Er wahr 90 Jahre, hatte aber keine Kinder.&#8221; Der Bus hält. &#8220;Ich muss hier raus.&#8221; sag ich. &#8220;Alles klar.&#8221; sagt der Mann und hieft sich von seinem Platz um mich vorbei zu lassen. &#8220;Tschüss&#8221; sagt er. &#8220;Tschüss&#8221; antworte ich. </p>
<p>Und was sagt jetzt die Geschichte aus? Keine Ahnung. Ist einfach so passiert und ich dachte ich halt das einfach mal so fest.</p>
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