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	<title>Kay seine Seite &#187; Bus</title>
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	<description>Meine Dauerbaustelle im Web2.0. Ein kleiner Blog über Webdesign, das Internet und den ganzen Rest..</description>
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		<title>Linie 174 III</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 07:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin kein Fußballfan. Nie gewesen und wahrscheinlich werde ich es nicht sein. Eigentlich geht es mir sogar ziemlich auf die nerven. Also, in der Regel stört es mich nicht, die Fußballfans lassen mich in Frieden, also lass ich sie auch in Frieden. Das beiseite gelassen, wird man dieser Tage ja kaum in Ruhe gelassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin kein Fußballfan. Nie gewesen und wahrscheinlich werde ich es nicht sein. Eigentlich geht es mir sogar ziemlich auf die nerven. Also, in der Regel stört es mich nicht, die Fußballfans lassen mich in Frieden, also lass ich sie auch in Frieden. Das beiseite gelassen, wird man dieser Tage ja kaum in Ruhe gelassen damit, man Mittagessen reden die Leute darüber, in der Bahn laufen sie in Kriegsbemalung herum, sogar zu Hause in meinem Keller höre ich das Geknalle und Getröte wenn gerade mal wieder ein Spiel ist.</p>
<p>Für die einen ist es nur ein schöner Vorwand ein wenig übertriebenen Patriotismus zu zelebrieren ohne von allen schief angesehen zu werden, für die Fans und <a href="http://www.uiuiuiuiuiuiui.de/was-an-nationalstolz-noch-immer-inakzeptabel-ist">für die Medien sowieso</a>. Andere sind überzeugte Fußballfans, schon seit ihrer Kindheit indoktriniert. Das kam mir zumindest heute morgen im Bus so vor, als ich mithörte, wie sich eine übereifrige Mutter mit ihrem vielleicht 3 Jahre alten Mädchen unterhielt.</p>
<p>&#8220;Hast du gestern mit Papa Fußball geguckt?&#8221; fragt die Mutter das Kind, das gerade in einem Kinderbuch herumblättert. Es schüttelt mit dem Kopf. &#8220;Weißt du wer da gespielt hat?&#8221; fragt die Mutter strahlend weiter, das Mädchen schüttelt wieder den Kopf und blättert um.</p>
<p>&#8220;Deutschland hat gespielt.&#8221; erklärt die Mutter begeistert. &#8220;Wo wir wohnen..&#8221;, murmelt die Kleine, immer noch vertieft in das Buch.</p>
<p>&#8220;Genau. Gegen England. Deutschland gegen England.&#8221; Das Mädchen nickt desinteressiert und blättert um. &#8220;Weißt du auch wer gewonnen hat?&#8221; fragt die Mutter. &#8220;Ich&#8221;, sagt das Kind und überfliegt die großen bunte Bilder. Mir ist das Kind sympathisch, die Mutter, welche die Wahrheit in der Aussage allerdings wahrscheinlich nicht nachvollziehen kann, schnappt sich das Kinderbuch, lässt es in ihrer Handtasche verschwinden und erklärt ungerührt &#8220;Deutschland hat gewonnen. WIR haben gewonnen!&#8221;. Der Bus bleibt stehen, ich steige aus.</p>
<p>Ich will da jetzt gar nicht groß die Symbolik analysieren. Ich bin jedenfalls froh wenn der Trubel vorbei ist.</p>
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		<title>Linie 174 II</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 10:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie hatte einen grauen Mantel an, lange, dunkle Haare und benutzte Formulierungen wie Ja normaaal, digga. Sie hatte einen Freund, ein ziemliches Arschloch wohl, den Namen hab ich leider vergessen. Sie hat sich schon 3 mal von ihm getrennt, ist aber immer wieder mit ihm zusammengekommen, weil sie die Zuwendung braucht und nachts ungern allein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie hatte einen grauen Mantel an, lange, dunkle Haare und benutzte Formulierungen wie <em>Ja normaaal, digga</em>. Sie hatte einen Freund, ein ziemliches Arschloch wohl, den Namen hab ich leider vergessen. Sie hat sich schon 3 mal von ihm getrennt, ist aber immer wieder mit ihm zusammengekommen, weil sie die Zuwendung braucht und nachts ungern allein schläft.</p>
<p>Vor ein paar Tagen hatte sie ein Bewerbungsgespräch und ist ganz guter Dinge. Sie wüsste wirklich gern, wie die anderen die mit ihr da waren abgeschnitten haben, besonders der Russe, der die ganze Zeit so arrogant behauptet hat, dass er den Job schon quasi sicher hat. Gegen sie hatte er natürlich keine Chance, sie hat ihre eigenen Vorzüge. Der Russe erinnerte sie ein Bisschen an Svetlana. Svetlana war wirklich ziemlich abstoßend hässlich und war dabei noch älter als ihre beste Freundin und die war schon 19. </p>
<p>Sie selbst war erst 17 aber in ein paar Tagen würde sie 18, an einem Montag. Das Wochenende darauf würde Sie dann mit ihrer Familie auf dem Kiez feiern.</p>
<p>Die nächsten Tage würde sie wohl mal zu Budni fahren. Sie hatte nämlich einen Gutschein, und ihre Familie hat sich auch schon gemeldet mit Sachen die sie mitbringen soll. Ein Bisschen ging ihr das gegen den Strich, war ja schließlich ihr Gutschein.</p>
<p>Ich habe kein Wort gesagt und einfach nur zugehört. </p>
<p>Was ist die Moral der Geschichte? Ach naja. Es gibt natürlich keine. Außer vielleicht, dass die Leute viel zu viel über Google schimpfen, wo doch Leute tagtäglich ihr ganzes Leben im Bus am Handy vor allen Leuten ausbreiten. Natürlich kann sie das ja nicht wissen, dass der unscheinbare Kerl neben ihr das alles in Gedanken mitschreibt&#8230;</p>
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		<title>Linie 8112</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jan 2009 19:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich stehe an der Bushaltestelle, es ist dunkel, es ist kalt. Nass. Es regnet. Welche Musik hört man dazu am besten, um die Stimmung angemessen zu untermalen? Ich weiß es nicht. Ich hab einfach alles auf shuffle und möchte das iPhone nicht hervorholen. Ein Bus kommt. Nicht der mit dem ich sonst gefahren bin, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe an der Bushaltestelle, es ist dunkel, es ist kalt. Nass. Es regnet. Welche Musik hört man dazu am besten, um die Stimmung angemessen zu untermalen? Ich weiß es nicht. Ich hab einfach alles auf shuffle und möchte das iPhone nicht hervorholen. Ein Bus kommt. Nicht der mit dem ich sonst gefahren bin, aber ein Blick auf den Fahrplan sagt, dass ich den scheinbar auch nehmen kann. Ich steige ein.</p>
<p>Vorn ist alles voll, ich setz mich recht weit hinten ans Fenster und sehe hinaus. Eine ältere Dame setzt sich dazu. Ich bin immer der Ansicht, dass man in Bussen nicht einfach fremde Leute anspricht. Das ist wie in Fahrstühlen. Man kann vielleicht fragen, ob man mal bitte durch kann, oder man kann sich bedanken, wenn einem was runtergefallen ist und es jemand für einen aufhebt, aber das sollte es dann auch sein. Ich sehe nachdenklich aus dem Fenster und überleg mir wie ich meine wirren Gedanken wieder in Ordnung bringe. </p>
<p>Der Bus fährt los. Die alte Dame spricht plötzlich auf mich ein und deutet auf ihre Uhr. Ich nehme verstört meinen rechten Kopfhörer aus dem Ohr. Sie deutet wieder auf die Uhr.<br />
&#8220;Der Bus soll doch erst 18:01 abfahren?&#8221; wiederholt sie leicht verwirrt. Auf ihrer Uhr ist es 17:54. Ich hol meine Digitalarmbanduhr hervor und deute darauf. 18:02. Problem gelöst. &#8220;Oh. Dann ist geht meine Uhr wohl etwas hinterher.&#8221; sagt die alte Dame fröhlich. Ich nicke und seh wieder aus dem Fenster. Wenn man recht weit hinten im Bus mit Kopfhörern im Ohr nachdenklich aus dem Fenster sieht, sollte das eigentlich ein ziemlich klares Zeichen sein, dass man keine Lust hat mit irgendjemandem zu reden, oder? Do me a favour von den Arctic Monkeys tönt aus meinem Linken Ohrhörer. Ich warte einen Moment und als sie nur ihre Armbanduhr betrachtet will ich den rechten Ohrhörer wieder ins Ohr stecken.<br />
&#8220;Das ist so eine zum Aufziehen.&#8221; sagt sie plötzlich. &#8220;Hübsch, aber nicht so genau.&#8221; Ich nicke nur höflich und sehe weiter aus dem Fenster. &#8220;Ist der Technik wohl etwas hinterher&#8221;. Sie kichert. Ich stecke meine Ohrhörer wieder ins Ohr. &#8220;&#8230;do me a favour and stop asking questions&#8230;&#8221; heißt es da gerade. Ich lächle leicht. Unglücklicherweise hat die Frau den Text nicht gehört. Sie labert mich schon wieder voll. Ich schließe kurz die Augen, lege all meine Konzentration darauf nicht genervt zu gucken und nehm einen Ohrhörer aus dem Ohr. </p>
<p>&#8220;Ist diese Buslinie besser für Sie?&#8221; fragt die Dame. Ich überleg kurz ob ich wieder mit einem Nicken davon komme. &#8220;Ich fahr heut zum ersten mal mit der&#8221; sag ich schließlich. Ich will doch einfach nur meine Ruhe. &#8220;Ja, die Linie ist auch ganz neu&#8221;. Dann erklärt sie, welche Umwege sie früher immer nehmen musste, mit drei mal umsteigen. &#8220;Das macht man in meinem Alter nicht mehr so gerne mit.&#8221; Ich nicke nur und versuchs nochmal mit aus dem Fenster schauen. Sie fährt unbeirrt fort. &#8220;Ist es für Sie auch kürzer?&#8221; &#8220;Macht keinen Unterschied&#8221;, verneine ich. &#8220;Ich hoffe die stellen die Linie nicht wieder ein&#8221; überlegt die Frau laut. Ich sag nix. Vielleicht merkt sie es ja? &#8220;Das ist sonst so umständlich, da wo ich wohne wegzukommen&#8221; Sie wird schon irgendwann aufhören zu reden. &#8220;Wenn ich da einsteige bin ich immer die einzige&#8221; &#8220;Naja, fahren ja jetzt scheinbar genug Leute mit.&#8221; erbarme ich mich. Das stellt sie scheinbar zufrieden und sie diskutiert noch eine Weile mit sich selbst und merkt gar nicht wie ich meinen Ohrhörer wieder ins Ohr schiebe. </p>
<p>Als ich aussteige denk ich kurz darüber nach ob ich ein schlechter Mensch bin, dann drückt die Kälte und der Regen und die Dunkelheit meine Gedanken wieder in andere Richtungen. </p>
<p><em>Was sagte der Prophet von dem wir so viel lernten? &#8220;Wer Rasen sät wird Mäher ernten&#8221;</em></p>
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		<title>Linie 20</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Oct 2007 07:40:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Mädchen steigt ein, vielleicht 18, will sich ein Ticket kaufen. Holt einen Schein aus der Tasche. Der Busfahrer sieht sie skeptisch an und schüttelt den Kopf. Verzweifelt durchwühlt sie ihre Tasche. Holt eine Karte raus. Der Fahrer nimmt sie. Ist aber keine Geldkarte, fragt er. EC, sagt sie. Damit kann ich nix anfangen. Kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Mädchen steigt ein, vielleicht 18, will sich ein Ticket kaufen. Holt einen Schein aus der Tasche. Der Busfahrer sieht sie skeptisch an und schüttelt den Kopf. Verzweifelt durchwühlt sie ihre Tasche. Holt eine Karte raus. Der Fahrer nimmt sie. Ist aber keine Geldkarte, fragt er. EC, sagt sie. Damit kann ich nix anfangen. Kann jemand 20 Euro wechseln? Tönt es durch die Lautsprecher im Bus. Niemand regt sich. Der Busfahrer zuckt die Schultern. Ich steh auf wechsel ihr die 20 Euro, der Busfahrer reißt ein Ticket ab und drückt es ihr in die Hand. Danke, sagt sie leise ohne mich anzusehen, geht an mir vorbei und verschwindet im hinteren Ende des Busses. Ich setz mich wieder hin. Der Bus fährt ab. Irgendeine Moral? Hmm.</p>
<p>Ein neuer Tag. Hab mich erstmal mit Schokolade eingedeckt. Wollte eigentlich gestern Abend noch richtig was schaffen, an der Seite und für Foodloos. Aber naja. Wenn ich um 22 Uhr noch nicht angefangen hab wird das auch meistens nichts mehr. Also bin ich schlafen gegangen, was nicht so gut geklappt hat, wie ich mir das vorgestellt hab, aber jetzt bin ich wieder auf Arbeit und heute Abend klappts besser. Glaub ich.</p>
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		<title>Linie 174</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Oct 2007 19:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kay</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Komm also heute von meinem ersten Arbeitstag, sitz gerade im Bus, da setzt sich ein älterer Mann neben mich. Whiskey Flasche in der Hand und eine Fahne wie&#8230; ein betrunkener alter Mann. Gut. Ich sag nichts. Das bringt es halt mit sich, wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Klar, ich bin mir nicht sicher, dass der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Komm also heute von meinem ersten Arbeitstag, sitz gerade im Bus, da setzt sich ein älterer Mann neben mich. Whiskey Flasche in der Hand und eine Fahne wie&#8230; ein betrunkener alter Mann. Gut. Ich sag nichts. Das bringt es halt mit sich, wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Klar, ich bin mir nicht sicher, dass der Mann bezahlt hat, er sieht zumindest nicht so aus, als würde er für etwas anderes als Alkohol Geld ausgeben. </p>
<p>Nimmt er also einen Schluck und bietet mir seine Flasche ein. Ich schüttel nur mit dem Kopf. Er bietet mir die Flasche wieder an. Ich schüttel weiter mit dem Kopf, ohne ihn anzusehen. &#8220;Du magst nicht?&#8221; nuschelt er, leise, man versteht kaum was er sagt. Ich nicke nur. &#8220;Du magst nicht.&#8221; sagt er weiter. Fast flüsternd. &#8220;Musst du ja auch nicht.&#8221; &#8220;Genau&#8221;, sage ich so freundlich ich kann. Er grinst mich an. Ich seh aus dem Fenster. &#8220;Und wie heißt du?&#8221; fragt er. &#8220;Kay&#8221; sag ich. &#8220;Karl?&#8221; fragt er. &#8220;Ja&#8221; sag ich. Er nickt verständnisvoll. &#8220;Ich bin &#8230;&#8221; (hab den Namen vergessen) sagt er. &#8220;Aus Marseille&#8221;. Ich nicke nur. War mir nicht ganz klar, warum er mich einfach so anspricht. Ich meine. Sowas macht man doch nicht. Nicht im Bus. Nicht in der Bahn. Und nicht in Fahrstühlen. Da spricht man fremde Leute nicht an. Ist euch das mal aufgefallen? Als ich heute durch die Firma geführt worden bin, hat man mich darauf aufmerksam gemacht, dass egal wie vertieft man gerade in ein Gespräch ist, sofort Stille herrscht, wenn man den Aufzug betritt.</p>
<p>&#8220;Hast du Kinder?&#8221; nuschelt der Mann. Ich schüttel verwirrt mit dem Kopf. &#8220;Keine Kinder?&#8221; fragt er. Ich schüttel den Kopf. &#8220;Ach so.&#8221; flüstert er und nimmt einen Schluck aus seiner Flasche. &#8220;Und wo kommst du her?&#8221; fragt er nach kurzer Pause weiter. &#8220;Von Arbeit.&#8221; sag ich, Unwillens weiter auf seine Frag einzugehen. &#8220;Was machst du denn?&#8221; &#8220;Weiß noch nicht, war mein erster Tag, heute.&#8221; sag ich, was grob der Wahrheit entspricht. Er nuschelt irgendetwas, das ich nicht verstehen kann. Ich frag nicht nach. &#8220;Du musst Kinder machen.&#8221; sagt er auf einmal. &#8220;Du musst dir eine Frau suchen und Kinder machen.&#8221; &#8220;Ach so.&#8221; sag ich und tu überrascht. &#8220;Ja&#8221; sagt er und grinst mich an. Er nuschelt wieder irgendetwas. Ich seh aus dem Fenster. &#8220;Oder bist du schwul&#8230;&#8221; &#8220;Nein.&#8221; sag ich. &#8220;Gibt es ja.&#8221; sagt er. &#8220;Nein&#8221; sag ich. &#8220;Es gibt viele Schwule in Deutschland.&#8221; &#8220;Ich bin nicht schwul.&#8221; sag ich geduldig. &#8220;Ich kannte mal einen Schwulen, der war 90.&#8221; nuschelt er in seine Flache, dass man es kaum versteht. &#8220;90 Jahre schwul.&#8221; Er sieht mich an, kann aber seinen Blick kaum fixieren. Ich sehe aus dem Fenster. &#8220;Er wahr 90 Jahre, hatte aber keine Kinder.&#8221; Der Bus hält. &#8220;Ich muss hier raus.&#8221; sag ich. &#8220;Alles klar.&#8221; sagt der Mann und hieft sich von seinem Platz um mich vorbei zu lassen. &#8220;Tschüss&#8221; sagt er. &#8220;Tschüss&#8221; antworte ich. </p>
<p>Und was sagt jetzt die Geschichte aus? Keine Ahnung. Ist einfach so passiert und ich dachte ich halt das einfach mal so fest.</p>
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