Der Fisch

Am 12.12. um 17:14 Uhr
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Natürlich weiß ich wo Fische leben,
im Wasser, und dass sie eben deswegen
nur was es dort gibt auch essen mögen,
und das anderen Sachen ganz klar vorzögen.
Ein Fisch namens Paul zumindest mag
lieber Croissants, denkt den ganzen Tag
an überhaupt nichts anderes mehr.
Beim Gedanken an Würmer würgt es ihn sehr.

Das Problem am Fisch-sein, das muss man verstehen,
die können nicht einfach zum Bäcker gehen,
denn kein Fisch kann gehen und Luft atmen auch
nicht und wenn er dann japsend auf dem Bauch
liegt und den Bäcker nach Halbmondgebäck fragt,
versteht der eh nicht was Paule da sagt.
Und klappt auch das gehen, das atmen das fragen,
womit soll er das dann nach Hause tragen?

Zu kurz die Flossen, zu groß das Gewicht,
ne Paul, und ohne Zähne im Gesicht
kannst du nicht mal abbeißen, warum sparst du dir
nicht den stress und isst weiter Wassergetier
oder Würmer und so, was halt jeder Fisch mag,
Schwimm spazieren, mach blasen und bitte beklag
dich nicht immer über unerreichbare Sachen.
Komm Paul, Croissants, ne, das kannst du nicht machen.

Aber Paul ists egal, er hört einfach weg,
er kann nix dafür, denn gehts ums Gebäck,
dann schaltet er ab, er kann nicht mehr ohne,
und legt auf dieses monotone
Fisch sein mit blasen und schwimmen im Dreck
eh nicht so viel Wert. Er will lieber weg
und Croissants holen, auch wenn es ihn sein Leben
kostet, was solls, so ist das dann eben.

Nochmal tief einatmen, Anlauf genomen,
in Richtung Ufer los geschwommen,
mit Schwung geflogen, gefallen triffts mehr,
auf der Straße am Ufer gelandet. So sehr
weitgekommen wie geplant ist er nicht
und ein Bäcker ist auch nicht in Sicht.
Tja Paul und jetzt? Das war wohl nicht so hell.
Los zurück ins Wasser und zwar besser schnell.

Paul zappelt und zappelt, versucht sich zu drehen
doch da am Strassenrand hat er etwas gesehen,
sieht aus wie ein Brötchen. Ob er das schafft?
Er schlägt mit den Flossen springt mit letzter Kraft,
fast ist er da. Es fehlt nicht mehr viel,
der Atem geht aus, doch gleich ist er am Ziel,
er weiß genau wo es ist, auch wenn er es nicht
mehr sieht. Die Atemnot nimmt ihm die Sicht.

Geich hat er es. Gleich ist es vorbei.
Da kommt ein Auto, fährt Paule zu Brei.
“Was war denn das?” wundert sich sein Rest.
Er kann nicht mehr hüpfen, er klebt irgendwie fest.
Jetzt sieht ers, ein Fischbrötchen, auf die Strasse gefallen.
Es ist kein Croissant, das da liegt und vor allem
ist es längst hart und innen verdorben
und es stinkt nach Fisch. Dann ist Paul gestorben.

2 Kommentare

  1. OddNina sagt:

    der arme paul ._.

  2. Kay sagt:

    Naja, sein Tod ist konsequent. Er hätte ja auch einfach umkehren können und sich sagen “nö, nie wieder croissants. hier gibts genug andere leckere sachen.”

    algen… würmer… insekten vielleicht?

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